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Bahnhofsvorplatz / Gedenkjahr 2018

28.11.2016  >  GemeinderatDemokratie

Antrag nach § 22 GGO

Die aktuelle Diskussion um den Bahnhofsvorplatz und die beabsichtigte Neugestaltung bieten die einmalige Chance auch darüber nachzudenken, wie der Bereich rund um das Antifa- Mahnmal attraktiver gestaltet und zum demokratischen Treffpunkt gemacht werden kann.

Es ist zu begrüßen, dem Bahnhofsvorplatz mehr Qualität geben zu wollen, indem der Platz nicht nur attraktiver gestaltet, sondern auch „belebt" und (beispielsweise auch durch kulturelle Veranstaltungen ) vermehrt „bespielt"  werden soll. Dabei muss unbedingt auch der Bereich rund um das Antifa-Mahnmal mitgedacht werden:

Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Lange hat es gedauert bis die Stadt Salzburg das „Mahnmal für die Opfer des Faschismus" errichtet hat:  Seit dem Jahr 2002 befindet sich am Bahnhofsvorplatz das antifaschistische Mahnmal des Künstlers Heimo Zobernig. Der Künstler wählte die architektonische Form einer „Hütte" aus Beton, bestehend aus einer Boden- sowie einer Deckenplatte, die von drei Pfeilern getragen wird. Auf der Unterseite der Dachplatte ist ein Erinnerungstext für die Opfer eingraviert.

11 Stolpersteine für die Opfer des NS-Terrors

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages und des 70. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27.1.2015 wurden im Bereich des Mahnmals  elf Stolpersteine und ein "Erklärungsstein" verlegt – für Opfer des NS-Terrors aus mehreren europäischen Ländern, beispielsweise für eine Ukrainerin mit dem Kennzeichen »OST« und für einen Muslim aus Bosnien, die Zwangsarbeit für die Deutsche Reichsbahn zu leisten hatten und in Salzburg zu Tode gekommen waren.

Demokratischer Treffpunkt

Das in Beton gegossene Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur könnte nun endlich mit Leben gefüllt werden. Das Mahnmal eignet sich nicht nur für Gedenkfeiern oder als Treffpunkt bei Demonstrationen. Die Konstruktion eines überdachten Raumes erleichtert es, das Denkmal auch für Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte... zu nutzen.

Es werden daher nachstehende

ANTRÄGE nach §22 GGO

gestellt:

1)Die Abteilung 2 wird ersucht, im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes  ein Konzept zu erarbeiten, wie der Bereich rund um das Mahnmal für die Opfer des Faschismus attraktiver gestaltet und insbesondere durch Aktivitäten, wie beispielsweise Lesungen, Gedenkfeiern u. ä. belebt und zu einem kulturellen und demokratischen Treffpunkt gemacht werden kann.

2)Das Konzept, das– unter Einbindung der Opferschutzverbände , der IKG sowie des Personenkomitee STOLPERSTEINE erarbeitet werden soll - möge in Form eines Amtsberichtes so zeitgerecht zur Beschlussfassung vorgelegt werden, dass es spätestens beginnend mit dem doppelten Gedenkjahr 2018 (1918 Ende des Ersten Weltkriegs und 1938 Machtergreifung der Nationalsozialisten in Österreich) in die Umsetzung gelangen kann.

Antrag: Anti-Faschismus-Mahnmal und Bahnhofsvorplatz (PDF, 95k)

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