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Josef-Thorak-Straße: Nur die Bürgerliste/DIE GRÜNEN wollten auf schöne Worte heute auch Taten folgen lassen

04.07.2018Demokratie

SPÖ, ÖVP, FPÖ und Neos lehnen BL-Antrag auf Umbenennung erneut einhellig ab

Nach mehr als 20jähriger Diskussion über den Umgang der Stadt mit dem dunkelsten Kapitel ihrer Geschichte ist jetzt es an der Zeit, endlich ein Zeichen zu setzen. In der heutigen Sitzung des Gemeinderates haben die Bürgerliste/DIE GRÜNEN deshalb erneut den Antrag eingebracht, die Josef-Thorak-Straße endlich in Helene von Taussig-Straße umzubenennen. Dieser Antrag wurde jedoch erneut von sämtlichen anderen Fraktionen einhellig abgelehnt.

Erst vor knapp einem Monat, in der in der Aktuellen Stunde der letzten Gemeinderatssitzung am 30.5.2018,  hatten noch alle Fraktionen die Wichtigkeit des Gedenkens an die Verbrechen des Naziregimes betont. Heute hätten sie diesen Worten auch Taten folgen lassen könnnen, doch bis auf die Bürgerliste/DIE GRÜNEN war dazu niemand bereit.

Helene von Taussig war eine Künstlerin, deren künstlerisches Schaffen eng mit Salzburg verbunden war und die als Jüdin am 21. April 1942 im polnischen Izbica ermordet wurde. Josef Thorak, der als „Lieblingsbildhauer des Führers" seit vielen Jahren im Mittelpunkt intensiver Diskussionen über die Frage der Benennung von Straßen nach Personen stand, die das Naziregime unterstützt oder von diesem profitiert haben, stellt damit gleichsam den Gegenpol zu dieser Künstlerin dar.

Namhafte VertreterInnen der SPÖ hatten bereits in den 90er Jahren die Umbenennung der Josef-Thorak-Straße gefordert, auch die Neos hatten zuletzt ihre Unterstützung für den Antrag der Bürgerliste/DIE GRÜNEN angekündigt. Heute wurde der Antrag von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

„Es ist mehr als bedauerlich, dass den Sonntagsreden zur Wichtigkeit des Gedenkens keine der anderen Fraktionen im Gemeinderat konkrete Taten folgen lässt. Es wäre höchst an der Zeit, die mehr als 20jährige Diskussion über die Umbenennung der Josef-Thorak-Straße endlich zu beenden und mit der Umbenennung in Helene von Taussig-Straße einen würdigen Akt des Gedenkens zu setzen", erklären Helmut Hüttinger und Ingeborg Haller.

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