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Frauen - Gender Mainstreaming

In die Diskussion um die Chancengleichheit von Frauen und Männern hat in den letzten Jahren das Wort Gender Mainstreaming verbreitet Einzug gehalten.

Der Begriff steht für eine neue Ausrichtung in der Gleichstellungspolitik.

„Gender" bezeichnet das soziale oder anerzogene Geschlecht. Gender wird immer im Zusammenhang mit vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Gegebenheiten genannt.

Um Veränderungen und Verbesserungen gesellschaftlicher Strukturen zu erreichen, muss jede Maßnahme aus der Sicht beider Geschlechter gesehen werden. Im Gegensatz zur bisherigen Politik, aber auch zur reinen Frauenpolitik, wird mit Gender Mainstreaming ein Perspektivenwechsel vollzogen.

Gender Mainstreaming

Das Konzept des Gender Mainstreaming geht davon aus, dass Frauen und Männer von politischen Entscheidungen unterschiedlich betroffen sind.

Gender Mainstreaming heißt die Reflexion und Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Auswirkungen in allen politischen Konzepten, auf allen Ebenen und in allen Phasen der Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse.

Dazu gehört z. B. die Erarbeitung von Gender Mainstreaming Richtlinien für die Raum- und Verkehrsplanung, im Bereich der Baubehörde und allen öffentlichen Bereichen, in denen der Magistrat Auftraggeber ist und Ausschreibungsrichtlinien vorgibt.

Gender Budgeting

Ein wesentlicher Bereich ist in diesem Zusammenhang auch das sog. Gender Budgeting. Das Budget muss dahingehend untersucht werden, welcher Anteil vorwiegend Frauen und welcher vorwiegend Männern zukommt - ein Ausgleich ist anzustreben.

Um Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter zu sichern, müssen auch Güter und Ressourcen für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich gemacht werden. Eine dieser Ressourcen sind öffentliche Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden.

Eine erste Gender-Budgeting-Analyse, basierend auf einem Antrag der Bürgerliste, wurde in der Stadt Salzburg in der Periode 2004/ 2009 vorgenommen. Analysiert wurde die Lehrlingsförderung. Ziel war es herauszufinden, ob diese Förderung männlichen und weibliche Lehrlingen bzw. Lehrherren/ Lehrfrauen, die männliche oder weibliche Lehrlinge ausbilden gleichermaßen zu Gute kommen würde.

Derzeit wird, erneut auf Antrag der Bürgerliste, eine Gender-Budgeting-Analyse der Sportförderung vorgenommen. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Die Bürgerliste fordert laufende jährliche Gender-Budgeting-Analysen in der Stadt Salzburg, um die Budgeterstellungen der Stadt transparenter, gendergerechter und demokratischer zu gestalten und die vorhandenen Ressourcen für Frauen wie Männer gleicher Maßen zu sichern.

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